Organisation von Zusammenarbeit

Zusammenarbeit gestalten, wenn niemand allein entscheiden kann

Hochschulübergreifende Kooperationen und freiwillige Verbünde leben davon, dass unterschiedliche Organisationen ein gemeinsames Ziel verfolgen. Gleichzeitig bleiben Zuständigkeiten, Interessen und Entscheidungswege häufig dezentral. Zusammenarbeit lässt sich deshalb nicht einfach anweisen. Sie muss gemeinsam entwickelt und verlässlich organisiert werden.

Ich unterstütze Verbünde, Koordinierungsstellen und Arbeitsgemeinschaften dabei, ihr gemeinsames Ziel zu klären und tragfähige Strukturen für die Zusammenarbeit aufzubauen.

Zu den Klärungsfragen

Passt das zu Ihrer Situation?

  • Sie koordinieren einen Verbund, eine Arbeitsgemeinschaft oder eine Koordinierungsstelle.
  • Das gemeinsame Ziel ist noch zu abstrakt oder wird unterschiedlich verstanden.
  • Es gibt keine Weisungsbefugnis, aber Verbindlichkeit soll trotzdem entstehen.
  • Rollen zwischen den beteiligten Organisationen sind nicht ganz klar..

Typische Herausforderungen

Kooperation folgt einer anderen Logik als die Linienorganisation.

Das gemeinsame Ziel ist zu abstrakt

Alle sind grundsätzlich dafür, aber was konkret gemeinsam erreicht werden soll, versteht jede Organisation etwas anders.

Die Rolle der Koordinierungsstelle ist unklar

Soll sie steuern, unterstützen, vermitteln? Ohne klares Profil entstehen Erwartungen, die niemand erfüllen kann.

Verbindlichkeit ohne Weisungsbefugnis

Beschlüsse werden gefasst und in den beteiligten Organisationen unterschiedlich oder gar nicht umgesetzt.

Wechselnde Beteiligung, ungleiche Ressourcen

Manche Organisationen bringen viel ein, andere wenig. Das bleibt oft unausgesprochen und belastet die Zusammenarbeit.

Wissen wird nicht geteilt

Gute Lösungen entstehen an einer Stelle und erreichen die anderen nicht. Der Nutzen der Kooperation bleibt unter den Möglichkeiten.

Warum Kooperation anders funktioniert

Kooperation ist nicht dasselbe wie Linienorganisation. Die Beteiligten bleiben ihren eigenen Organisationen verpflichtet, Verbindlichkeit kann nicht über Hierarchie entstehen. Damit freiwillige Zusammenarbeit dauerhaft handlungsfähig bleibt, braucht sie ausreichend konkrete gemeinsame Ziele, transparente Entscheidungswege und eine Koordinierungsstelle mit klarem Profil.

Zentrale Klärungsfragen sind dabei: Was ist das gemeinsame Ziel, und welchen Nutzen haben die Beteiligten? Was gehört zum gemeinsamen Auftrag, was bleibt Aufgabe der einzelnen Organisationen? Wer entscheidet was, und wie? Wie werden Konflikte behandelt, wie wird Wissen geteilt, und wie wird regelmäßig überprüft, ob die Zusammenarbeit noch wirksam ist?

Mögliche Formate

Von der Auftragsklärung bis zur längerfristigen Begleitung.

Gemeinsames Ziel, Auftrag der Kooperation und Profil der Koordinierungsstelle klären, moderiert und mit allen Beteiligten.

So beginnt die Zusammenarbeit

Schrittweise, passend zur Struktur Ihrer Kooperation.

  1. Erstgespräch

    Wir betrachten die Struktur Ihrer Kooperation: Beteiligte, Ziele, bisherige Erfahrungen. Kostenlos.

  2. Klärung von Ziel und Rahmen

    Was soll die Begleitung leisten? Wer muss einbezogen werden? Wir vereinbaren Format und Umfang.

  3. Umsetzung

    Workshop, Klärungsprozess oder Begleitung über mehrere Termine, je nachdem, was die Situation braucht.

  4. Überprüfung

    Nach einiger Zeit schauen wir gemeinsam: Wirken die Vereinbarungen? Was braucht Anpassung?

Mögliche Ergebnisse

  • Zusammenarbeitsmodell, das trägt und für alle passt
  • Geklärtes Profil der Koordinierungsstelle
  • Vereinbarte Entscheidungswege
  • Dokumentierte nächste Schritte

Erfahrung

Erfahrung mit hochschulübergreifender Zusammenarbeit

Ab 2017 habe ich die Kooperationsunterstützung bwUni.digital geleitet, ein Verbund der Universitäten in Baden-Württemberg zur digitalen Transformation administrativer Prozesse. Ich kenne die Fragen von Verbünden und Koordinierungsstellen aus jahrelanger eigener Praxis: gemeinsame Ziele über Organisationsgrenzen hinweg, Verbindlichkeit ohne Weisung, Wissenstransfer zwischen Partnern. Zu Kooperationen und administrativer Digitalisierung habe ich mehrfach publiziert und vorgetragen, unter anderem bei der Hochschulrektorenkonferenz und bei Tagungen des DFN e.V.

Veröffentlichungen und Vorträge ansehen

Häufige Fragen

Was ist mit einem freiwilligen Verbund gemeint?

Ein Zusammenschluss selbstständiger Organisationen, etwa mehrerer Hochschulen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, ohne dass eine Stelle den anderen verbindliche Anweisungen geben kann. Zum Beispiel gemeinsame Digitalisierungsinitiativen, gemeinsame Service-Einheiten, Netzwerke oder Arbeitsgemeinschaften.

Für welche Koordinierungsstellen ist das Angebot geeignet?

Für Koordinierungs- und Geschäftsstellen von Verbünden, Netzwerken und Kooperationsprojekten, unabhängig davon, ob sie gerade aufgebaut werden oder schon länger bestehen.

Können Sie einen bereits bestehenden Verbund begleiten?

Ja. Gerade dann lohnt sich eine strukturierte Retrospektive: Was war das gemeinsame Ziel, was ist daraus geworden, was braucht es jetzt? Oft ist mehr möglich, als zurzeit umgesetzt ist.

Werden auch Entscheidungsstrukturen betrachtet?

Ja, wer was entscheidet und wie Beschlüsse verbindlich werden, gehört zu den zentralen Klärungsfragen jeder Kooperation.

Ist eine längerfristige Begleitung möglich?

Ja, von einzelnen Workshops bis zur Begleitung über längere Zeit. Was sinnvoll ist, hängt von Situation und Zielen ab. Das klären wir im Erstgespräch.

Wie werden unterschiedliche Interessen berücksichtigt?

Unterschiedliche Interessen sind bei Kooperationen legitim und machen deren Stärke aus. Meine Aufgabe ist, die unterschiedlichen Interessen sichtbar und besprechbar zu machen, damit tragfähige Vereinbarungen entstehen, die alle mittragen können.

Wie steht es um Ihre Kooperation?

In einem ersten Gespräch betrachten wir die Struktur Ihrer Kooperation und klären, wo eine Begleitung hilfreich sein kann.